RoboBraille-Projekte

Das Team von RoboBraille ist in mehreren nationalen und internationalen Projekten tätig, um die Qualität, die Funktionalität und die Anzahl der Sprachen des Service zu erweitern. Ziel ist es, ortsunabhängig einen unbegrenzten Zugang zu Dokumenten in Alternativformaten zu ermöglichen.

Laufende Projekte:

Prosperity4All (2014-2017)

Over the course of the next four years, Prosperity4All will bring a holistic design approach to create an infrastructure that will allow an ecosystem to grow, one that helps generate the rich milieu of options needed to bring a diverse population of populations into the digital future. One-size-fits-one digital inclusion. Through Sensus, RoboBraille is part of the project.

Over 2 billion people worldwide have different types, degrees, or combinations of disability, literacy, digital literacy or aging related barriers that impede or prevent use of ICT. Not long ago you could live without access to ICT quite well. However today access to ICT is required for most education, employment, and commerce, and is increasingly required for travel, health, safety, daily living and participation in most of our society. Yet we currently only reach 3 to 15% of these – in developed countries. We cannot socially, economically or politically afford to have this cumulatively large percentage of our society offline going forward. Yet there is no way to reach them with our current model.

More information is available at the project's website at http://www.raisingthefloor.org/prosperity4all/

The project is funded by the European Commission under the 7th Framework Programme.

RoboBraille Smart Alternate Media (2013-2015)

Ziel des Projekts ist, wie mit Anwendung von RoboBraille und weiteren freien IT-Diensten Lernmaterialien in Alternativformaten, wie digitales Braille, Audiobücher, E-Books und andere barrierefreie Dokumente einfacher erstellt werden können. LehrerInnen sollen in der Erstellung von Dokumenten in Alternativformaten geschult werden. Weiters sollen Eltern und Hersteller von Medien in Alternativformaten für Menschen mit einer Sehbehinderung oder Lese-Rechtschreibschwäche über die Anwendung solcher Systeme informiert werden.

Im Laufe des Projekts werden die europäischen Partner aus den unterschiedlichen Fachrichtungen zusammenarbeiten, um einen Lehrgang zu erstellen, der aus Ausbildungsmodulen, Unterrichtsunterlagen und einer Sammlung an erprobten Methoden und Technologien bestehen wird. Teilnehmende Länder sind: Dänemark, Irland, Österreich, Polen, Rumänien, Ungarn und Bulgarien.

Der Lehrgang wird in ganz Europa auf Basis eines lehrplanübergreifenden Curriculums durchgeführt. Ziel ist, die Qualität der Ausbildungsmöglichkeiten für Menschen mit Sehbehinderung oder Lese-Rechtschreibschwäche zu verbessern, indem geeignete Methoden und Techniken zur effizienten und benutzerfreundlichen Erstellung von Lernmaterialien in Alternativformaten vermittelt werden. 

Das Projekt wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Leonardo da Vinci Programms für lebenslanges Lernen unterstützt.

Synthetic Greenlandic Voice/RoboBraille Greenland (2013-2015)

Die Entwicklung einer grönländischen synthetischen Sprache ist Teil eines größeren Projekts, das von Synscenter Refsnæs in Zusammenarbeit mit Interessenvertretern in Grönland durchgeführt wird. Mit Unterstützung der grönländischen Behörden verfolgt das Projekt drei Hauptziele:

  1. Entwicklung einer grönländischen synthetischen Sprache, welche zur freien Nutzung für jeden zur Verfügung steht. Die Sprachausgabe wird unmittelbar für den Einsatz in Verbindung mit weiteren assistierenden Technologien bereitgestellt. 
  2. Einrichtung eines grönländischen IT-Toolkit, ähnlich jenem, das an dänischen SchülerInnen und Studierenden mit Behinderungen verteilt wird.
  3. Einführung des RoboBraille-Service in einem grönländischen Kontext. RoboBraille ist ein kostenloser Service, mit dem man Unterrichtsunterlagen in Form von elektronischen Dokumenten und andere Texte in einer Vielzahl von alternativen Formaten wie MP3-Dateien, digitale Hörbücher, Braille-und E-Book konvertieren kann.

Das Projekt wird durch einen Zuschuss aus der VELUX Stiftung unterstützt.

RoboBraille Central Europe (2012-2015)

Ziel des Projekts ist die Einführung von RoboBraille in Bulgarien, Rumänien und Ungarn. Das Projekt wird in Zusammenarbeit mit lokalen Partnerorganisationen und mit der Unterstützung der nationalen Behörden umgesetzt.

Das Projekt sollte dazu beitragen, die Inklusion sehbehinderter SchülerInnen im Regelschulsystem durch rechtzeitige Bereitstellung geeigneter Lernunterlagen in Alternativformaten zu fördern. Zusätzlich soll die Qualität der weiterführenden Ausbildung für sehbehinderte SchülerInnen durch rechtzeitige Bereitstellung geeigneter Lernunterlagen in Alternativformaten gesteigert werden.

Damit können bessere Voraussetzungen für eine steigende Zahl an sehbehinderten Studierenden geschaffen werden.

Die Entwicklung neuer pädagogischer Methoden im Unterricht von SchülerInnen mit Lese-Rechtschreibschwäche sollte ebenfalls mit dem Projekt gefördert werden, durch:

  1. Rechtzeitige und kostengünstige Bereitstellung von  Lernmaterialien in Alternativformaten,
  2. Erstellung eines Handbuches über Best-Practice-Beispiele im Unterricht mit SchülerInnen und StudentInnen mit Lese-Rechtschreibschwäche. 

Das Projekt wird durch einen Zuschuss aus der VELUX Stiftung unterstützt.

RoboBraille for People with Low Vision (2012-2014)

Ziel des Projekts ist zu untersuchen, wie Tablet-Computer von Menschen mit Sehbehinderung eingesetzt werden können.

Das Projekt verfolgt drei Hauptziele: 

  1. Entwicklung eines E-Book Readers bei dem die individuellen Bedürfnisse von Menschen mit Sehbehinderung in Bezug auf Vergrößerung, Kontrast, Schriftarten sowie Vorder- und Hintergrundfarben berücksichtigt werden.
  2. Erarbeitung einer Lösung, um Inhalte von interaktiven elektronischen Klassenzimmertafeln zu Tablet-PCs der SchülerInnen im Klassenzimmer zu übertragen.
  3. Entwicklung einer App für die Betriebssysteme iOS und Android mit Rezensionen über Apps, die für Menschen mit Sehbehinderung oder Lese-Rechtschreibschwäche nützlich sind.

Das Projekt wird durch einen Zuschuss aus der Tryg Stiftung unterstützt.

RoboBraille in Education (2011-2013)

Ziel des Projekts ist die Anwendung von RoboBraille als Unterrichtsmittel für SonderpädagogInnen (von SchülerInnen und StudentInnen mit Sehbehinderung oder Lese-Rechtschreibschwäche) und für LehrerInnen in Grundschulen,
in der beruflichen Aus- und Weiterbildung sowie in der Hochschulbildung, zu erproben und die didaktischen Vorteile zu  ermitteln.

Für Lernende mit Lese-Rechtschreibschwäche oder Sehbehinderung als auch für LehrerInnen stellt ein einfacher Zugang zu hochwertigen Unterrichtsunterlagen in Alternativformaten noch eine Herausforderung dar. 

Die Projektpartner aus Dänemark, Großbritannien, Irland, Italien, Ungarn und Zypern kommen aus unterschiedlichen Fachrichtungen. Gemeinsam mit Behindertenorganisationen werden die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie RoboBraille von SonderpädagogInnen (für Menschen mit Sehbehinderung oder Lese-Rechtschreibschwäche) im Unterricht angewendet werden kann, erforscht. 

Die Ergebnisse könnten unmittelbar im europäischen Bildungssystem eingesetzt werden und somit die Inklusion von behinderten Menschen im Regelschulsystem unterstützen  und die Ausbildungsqualität steigern.

Die aus dem Projekt gewonnenen Erkenntnisse werden in einem RoboBraille-Best Practices Katalog zusammengefasst.

Das Projekt wird von der Europäischen Kommission im Rahmen des Leonardo da Vinci Programms für lebenslanges Lernen unterstützt.